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Unsere Zukunftsplanung

Im November 2000 beging die von der Bundesregierung 1975 in Auftrag gegebene Enquête zur Lage der Psychiatrie in der Bundesrepublik Deutschland ihr 25-jähriges Jubiläum.

In der Folge dieser Untersuchung hat sich die Lage der Psychiatrie wesentlich verbessert. Die Langzeitbereiche der großen Landeskliniken sind aufgelöst. Viele neue Versorgungsangebote, die den Bedürfnissen psychisch kranker Menschen sehr viel besser gerecht werden, sind entstanden.

Heute steht die Person im Mittelpunkt - nicht die Institution.

Doch bei allen begrüßenswerten Fortschritten ist das Ziel der Gleichstellung psychisch erkrankter Menschen mit somatisch erkrankten Menschen nicht erreicht; werden im Sinne der Definition der Weltgesundheitsorganisation auch psychisch Behinderte immer noch bei der Teilnahme am "normalen" Alltagsleben und am Arbeitsleben behindert; gibt es immer noch unterversorgte spezifisch erkrankte Personengruppen.

Der Sozialtherapeutische Verbund sieht sich in der Verpflichtung, seine ambulanten und stationären Angebote - auf der Basis neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse in der Behandlung und Betreuung psychisch erkrankter oder behinderter Menschen - ständig zu optimieren und zu erweitern. Die Lebensqualität psychisch erkrankter Menschen muss sich noch deutlich verbessern. Die Hilfen müssen noch konsequenter als Dienstleistung an den üblichen Aufenthaltsort dessen, der sie benötigt, gebracht werden.

Wir sind davon überzeugt, dass auch zukünftig für sehr schwer erkrankte und behinderte Menschen Heime gebraucht werden.

Unser Ziel ist es, in den kommenden Jahren - gemeinsam mit den Kostenträgern und den anderen an der Versorgung psychisch kranker Menschen beteiligten Einrichtungen und Dienste - die Wohnheime und auch andere Versorgungsangebote dahingehend weiter zu verbessern, dass sie sowohl optimalen Schutz als auch die bestmögliche Förderung und Rehabilitation bieten.
Unser Ziel ist es aber auch, Heime so weit den normalen Lebensbedingungen anzupassen, dass der Begriff Heim nicht mehr als Synonym für eine internatsähnliche Unterbringung steht, sondern für eine - in der Regel vorübergehende - Intensivbetreuung.

Jeder psychisch behinderte Mensch muss - wie alle Menschen - ein seiner Würde, seinen Bedürfnissen und seiner Individualität gemäßes Leben führen können.

Im Sinne des Leitgedankens des Begründers der Bergischen Diakonie Aprath, Pfarrer Karl Heinersdorff, "Niemanden und nichts aufgeben", bemühen wir uns, auch die besonders schwierigen Klienten zu betreuen. Dabei sind wir uns der Grenzen der ambulanten und teilstationären Versorgung durchaus bewusst. Wir sind jedoch auch davon überzeugt, dass noch viele Ressourcen, gerade im Hinblick auf die bisher schlecht oder nicht versorgten Menschen, nicht oder nur schlecht genutzt werden. Diesen Aufgaben werden wir uns auch in Zukunft mit Kreativität und Engagement widmen.

Haben Sie Anregungen für unsere Arbeit? Bitte, sprechen Sie uns an!

Ansprechpartner/-in:

Gabriele Berten
Dipl.-Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin
Telefon (0202) 47 82 47-2130
Telefax (0202) 47 82 47-2119
E-Mail gabriele.bertenKeinText@bergische-diakonie.de

Ulrich A. Vowe
Dipl.-Sozialpädagoge
Telefon (0202) 47 82 47-2120
Telefax (0202) 47 82 47-2119
E-Mail ulrich.voweKeinText@bergische-diakonie.de