Fortbildung für Praxisanleitungen (3- tägig) gem. § 4 PflAPrV

 

1. und 2. Tag: „Cool-out-Phänomen"

Unter Cool-out-Phänomen wird ein Verhaltenskomplex verstanden, das Pflegefachkräfte in Ihrem Berufsalltag betrifft. Pflegefachkräfte „machen sich kalt“ gegenüber Konfliktsituationen. Diese Konflikte bestehen in der Regel zwischen dem Anspruch an eine gute Pflege und der Pflegewirklichkeit. Hierbei stellt das Cool-out-Phänomen im eigentlichen Sinn die Fähigkeit dar, im pflegerischen Alltag handlungsfähig zu bleiben.

So sprechen Pflegekräfte z.B. von bedürfnisorientierter Pflege und sehen keinen Widerspruch zu Ihrer Arbeit. Die Bedingungen des Alltags werden von den Pflegenden nicht hinterfragt. Auszubildende übernehmen bestimmte Arbeitstechniken (z.B. schnelles, angeblich effizientes Arbeiten) und werfen den Lehrenden in der Schule vor, dass die Theorie einfach nicht mit der Praxis vereinbar sei.

Dieses Phänomen betrifft uns alle, schon die Auszubildenden und auch die Pflegelehrer*innen und Praxisanleiter*innen!

Die Fortbildung zeigt anhand „echter“ (Fall-)Beispiele aus der Praxis, auf welch einfachem Weg es gelingen kann, insbesondere Auszubildende für den Umgang mit kritischen Situationen in der  Pflegepraxis auszurüsten und ihre Sensitivität zu fördern.

3.  Tag: Kinaesthetics in der Pflege

… ist die Bezeichnung für die Erfahrungswissenschaft, die sich mit Bewegungskompetenz als einer der zentralen Grundlagen des menschlichen Lebens auseinandersetzt. Der Begriff Kinaesthetics kann mit „Kunst/Wissenschaft der Bewegungswahrnehmung“ übersetzt werden.Ziel von „Kinaesthetics in der Pflege“ ist es, Menschen, die Unterstützung benötigen, mehr Eigenaktivität zu ermöglichen und zu einer Verbesserung der Mobilität beizutragen, indem sie lernen, ihre Lebensqualität vermehrt selbst zu beeinflussen. Pflegende können lernen, die ihnen anvertrauten Menschen in ihrer eigenen Bewegung und Gewichtsverlagerung zu unterstützen. Sie unterstützen Menschen z. B. bei Positionswechseln oder beim Aufstehen in ihrer eigenen Bewegung und heben sie nicht. Aus diesem Grund nehmen auch die arbeitsbedingten gesundheitlichen Risiken in der Pflege deutlich ab.  Allgemeine Grundlagen zu "Kinaesthetics in der Pflege" werden gemäß unseren curricularen Vorgaben in der theoretischen Ausbildung an der Schule für Pflegeberufe der Bergischen Diakonie vermittelt. Zusätzlich benötigen Auszubildende, gerade auch während ihrer berufspraktischen Ausbildung, eine qualifizierte Anleitung und Unterstützung in der Umsetzung dieses Konzepts durch ihre Praxisanleiter*innen.

Es ist uns wichtig, unseren Auszubildenden gemeinsam mit den Praxisanleiter*innen dieses Konzept so früh wie möglich nahezubringen und damit einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsförderung zu leisten.

 

Zielgruppe: 

Weitergebildete Praxisanleiter*innen

Umfang:

dreitägige Fortbildung / 24 x 45 Minuten
jeweils 09.00 - 16.00 Uhr

Ort:

Bergische Diakonie Aprath
Schule für Pflegeberufe
Noldestr. 5, 42551 Velbert

Dozenten:

Anne von Dahlen, Sozialarbeiterin, Lehrerin für Pflegeberufe

Christiane Mäkler, Kinästhetik – Trainerin

Kosten:

399,00 €

 

Termine

07.12.2022 bis 09.12.2022 Online anmelden
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