1. Tag: Wenn Menschen das Hören und Sehen vergangen ist: Kommunikation mit Schwerhörigen und Blinden
Ein Großteil der alten Menschen, die in Pflegeheimen oder Tagesstätten werden, ist mehr oder minder stark schwerhörig. Viele von ihnen sind zudem blind. Dennoch scheinen die wenigsten Betreuungskräfte zu wissen, wie man sich Schwerhörigen und Sehbehinderten besser ihnen ohne viel Aufwand Sicherheit und Vertrauen vermitteln kann.
Ziele
- Erlernen angemessener Kommunikationsstrategien für den Umgang mit Schwerhörigen und Blinden
- Reflexion des eigenen Umgangs mit den Betroffenen
Inhalte
- Folgen der Erkrankungen für Kontakt und Kommunikation:
- Simulation der Sinneseindrücke von Schwerhörigen
- Häufigste Augenerkrankungen älterer Menschen und deren Folgen
- am eigenen Leib erfahren, wie das ist, wenn man schlecht hört und sieht
- Vorführung guter und weniger guter kommunikativer Verhaltensweisen von Pflegenden im Umgang mit Hör- und Sehbehinderten
Methoden
- Kurze Input-Referate
- Analyse von Aufnahmen echter Pflegegespräche in Kleingruppen
- Simulation von Hör- und Sehbehinderungen
- Diskussionen
- "Wissensquiz"
2. Tag: "Crashkurs" Kommunikation mit demenzkranken Menschen bewältigen
Menschen, die an Demenz erkrankt sind, "ticken" anders – sie denken, sprechen, verstehen, reagieren, kommunizieren anders als kognitiv Gesunde. Der Kontakt mit ihnen ist oft sehr schwierig, aber er ist nicht unmöglich: Wenn wir etwas detektivischen Spürsinn gebrauchen, können wir in vielen Fällen herausfinden, was sie wollen. Und wenn wir diejenigen Fähigkeiten einsetzen, die ihnen länger erhalten bleiben, kann eine Verständigung durchaus gelingen! In diesem Kurs werden die wichtigsten Zugangswege aufgezeigt.
Inhalte
- Folgen der Erkrankungen für Kontakt und Kommunikation:
- Körpersprache und nonverbale Kommunikation bei Demenz
Ziele
- Wissen, wie die Krankheit Kommunikationsverhalten und Kommunikationsfähigkeiten verändert
- Erkennen angemessener und beziehungsfördernder, verbaler und nonverbaler Kommunikations-strategien für den Umgang mit Betroffenen
- Selbstreflexion (eigene Einstellung zu und eigener Umgang mit demenziell veränderten Menschen)
Methoden
- Praxistransfer: Veranschaulichung der Theorie anhand eines echten Pflegegesprächs
- Übungen zum Perspektivenwechsel, zu nonverbaler Selbst- undFremdwahrnehmung
- Kurzvortrag
- Analyse von Fotos und Video-Ausschnitten
Umfang
Zweitägige Fortbildung / 16 x 45 Minuten
09.00 - 16.00 Uhr
Veranstaltungsort
Bergische Diakonie Aprath
Bildungszentrum
Hofkamp 108
42103 Wuppertal
Dozentin
Dr. phil. Svenja Sachweh
Dozentin für Pflegekommunikation
Kosten
240,00 € (inkl. Mittagsbuffet)