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Kindesschutz

Schutz vor Kindeswohlgefährdung
Ein zentrales Anliegen der Kinder- und Jugendhilfe

"Kinder und Jugendliche vor Gefahren für ihr Wohl [zu] schützen" ist für die Kinder- und Jugendhilfe der Bergischen Diakonie ein zentrales Anliegen und zugleich gesetzlich gefordert (Kinder- und Jugendhilfegesetz, § 1). Um den Kindesschutz in der Einrichtung zu gewährleisten gibt es bei uns auf gesetzlicher Grundlage verbindliche Standards, auf die wir uns selbst und alle Mitarbeiter/-innen verpflichten.

Persönliche Eignung der Mitarbeiter/-innen

  • Für die pädagogische Betreuung werden in der Kinder- und Jugendhilfe grundsätzlich Fachkräfte mit qualifizierter Ausbildung eingesetzt. Alle Mitarbeiter/-innen nehmen an Fortbildungen teil und erhalten regelmäßig Supervision.
  • Die Mitarbeiter/-innen müssen ihre persönliche Eignung unter anderem durch die wiederholte Vorlage eines Führungszeugnisses nachweisen. Personen mit einschlägigen Vorstrafen werden nicht beschäftigt.
  • Alle Mitarbeiter/-innen werden darin geschult, wie sie vorgehen müssen, wenn Anhaltspunkte für eine mögliche Gefährdung von Kindern und Jugendlichen bekannt werden. Bereits die vage Vermutung, dass etwas nicht in Ordnung seien könnte, verpflichtet zum Handeln!

Vorgehen bei Hinweisen auf eine mögliche Gefährdung

  • Für den Kinder- und Jugendhilfe-Verbund gibt es eine sogenannte "Krisenleitline", in der die Handlungsschritte im Fall einer Krise oder bei einem Verdacht auf Kindeswohlgefährdung verbindlich für alle Mitarbeiter/-innen beschrieben sind.
  • In der Krisenleitline wird sehr genau auf die unterschiedlichsten Situationen eingegangen. So ist zum Beispiel festgelegt, was zu tun ist, wenn sich ein Kind verletzt, wenn es sich unerlaubt (und damit unbeaufsichtigt) von der Gruppe entfernt oder wenn es Kontakt zu Drogen hat.
  • Genau so ist aber auch festgelegt, was zu tun ist, wenn ein Kind von anderen Kindern oder Erwachsenen misshandelt wird oder wenn der Verdacht entsteht, dass es zu sexuellen Übergriffen - möglicherweise auch durch die Sorgeberechtigten oder Mitarbeiter/-innen der Einrichtung - gekommen ist.
  • Der oberste Grundsatz heißt dabei: Jedem einzelnen Hinweis auf eine Gefährdung nachgehen, die Situation gemeinsam mit Kollegen und mit der Leitung besprechen und das Jugendamt informieren, wenn ein Kind gefährdet worden ist oder wenn der Verdacht besteht, dass es zu Gefährdungen, zum Beispiel zu Misshandlungen oder sexuellen Übergriffen gekommen sein könnte.
  • Die in der Krisenleitlinie beschriebene Vorgehensweise wurde inhaltlich mit den Jugendämtern vor Ort abgestimmt und schriftlich in einer Vereinbarung festgehalten. Darüber hinaus sind wir als Träger verpflichtet, alle besonderen Vorkommnisse auch dem Landesjugendamt zu melden, welches letztlich die Aufsicht über die Einrichtung führt und die Erlaubnis zum Betrieb der Einrichtung erteilt und ggf. auch entziehen kann.

Schutz durch Aufklärung und Möglichkeiten zur Beschwerde

  • Alle Kinder und Jugendlichen, die in unserer Einrichtung betreut werden, werden zu Beginn der Betreuung mit Hilfe eines Faltblatts über ihre Rechte informiert (z. B. das Recht auf gewaltfreie Erziehung).
  • Außerdem ermutigen wir die Kinder und Jugendlichen, sich zu beschweren, wenn sie sich ungerecht behandelt fühlen. Hierbei können sie sich unter anderem an einen sogenannten "Ombudsmann" wenden, der als Außenstehender unabhängig von den Interessen der Einrichtung ist.

 

Downloads:

Flyer "Partizipation" (PDF, 73 KB)

Flyer "Deine Rechte" (PDF, 84 KB)