„Die Einlegung der Berufung ist ein notwendiger rechtlicher Verfahrensschritt und bedeutet ausdrücklich nicht, dass wir nicht weiterhin gemeinsam mit Pechpfoten e.V. an einer Lösung arbeiten wollen", betont Renate Zanjani, Zentrale Unternehmenskommunikation der Bergischen Diakonie.
Im gerichtlichen Mediationsverfahren Ende Oktober konnte zwar keine abschließende Einigung erzielt werden, der Austausch über die unterschiedlichen Positionen und Voraussetzungen fand jedoch in konstruktiver Atmosphäre statt. Beide Seiten, sowohl die Bergische Diakonie als auch der Verein Pechpfoten e.V., haben sich in der anschließenden Kommunikation darauf verständigt, die Mediation auf freiwilliger Basis auch im nächsten Jahr fortzusetzen.
„Wir sind ebenso wie Pechpfoten e.V. an einer guten Einigung interessiert und setzen uns mit vollem Engagement dafür ein", so Björn Neßler, Vorstand der Bergischen Diakonie. „Dabei ist der inklusive Charakter des Tierschutzzentrums für uns keine Option, sondern eine Notwendigkeit. Die Menschen, die bei uns leben, haben oft einen langen und schwierigen Weg hinter sich. Ein Tierschutzzentrum, das ihnen echte Teilhabe ermöglicht und nicht nur in ihrer Nachbarschaft steht, sondern Teil ihres Lebensraums wird, das kann eine wertvolle Bereicherung für ihren Alltag sein. Genau dafür setzen wir uns ein."
Die Geschäftsbereichsleitung des Sozialtherapeutischen Verbundes, Diane Kollenberg-Ewald, betont: „Unser Auftrag ist es, die bestmöglichen Bedingungen für die Menschen zu schaffen, die hier ihr Zuhause haben. Das bedeutet auch, dass wir sorgfältig prüfen müssen, wie sich neue Projekte auf ihr Leben auswirken. Ein Tierschutzzentrum kann nur dann gelingen, wenn es als gemeinsamer, bereichernder Sozialraum gestaltet wird, nicht als etwas, das außerhalb ihrer Lebenswelt stattfindet. An dieser Lösung arbeiten wir."
Die Bergische Diakonie weist darauf hin, dass nach den Vorgaben des Sonderbaugebiets auf dem Gelände nur Vorhaben realisiert werden dürfen, die den satzungsgemäßen Zwecken der Bergischen Diakonie dienen. „Wir sind weiterhin im intensiven Austausch darüber, wie wir gemeinsam diese wichtigen Voraussetzungen erfüllen und die Vereinbarungen aus dem Kooperationsvertrag umsetzen können", erläutert der Sozialträger. „Die bisherigen Gespräche waren ein wichtiger Schritt und nun gilt es, tragfähige Lösungen zu entwickeln, die dem inklusiven Anspruch gerecht werden.“
