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Psychosoziale Ersthilfe im Betrieb

Definition

Betriebliche psychologische Erstbetreuung ist die durch Arbeitgebende kurzfristig und ereignisnah angebotene methodisch- strukturierte, nicht-therapeutische psychosoziale Beratung und Unterstützung für Betroffene von traumatischen Ereignissen durch speziell qualifizierte Erstbetreuerinnen und Erstbetreuer. Die betriebliche psychologische Erstbetreuung beinhaltet die Bedürfnis- und Bedarfserhebung, die psychische Stabilisierung sowie die Vermittlung in das soziale Netzwerk der Betroffenen und/oder in mittel- und ggf. längerfristige psychosoziale Hilfen.

(DGUV Information 206-023)

Spätestens in der Fahrschule lernt jeder, was im Notfall zu tun ist: stabile Seitenlage, Herzdruckmassage, etc. Was aber tun, wenn nicht der Körper in Not ist, sondern die Psyche? Wie stabilisiert man einen Freund, eine Angehörige oder einen Kollegen seelisch? (Zeit online Mai 2018)

Was ist zu tun, wenn ein Kollege oder eine Freundin über längere Zeit niedergeschlagen ist oder vielleicht sogar Suizidgedanken äußert? Wie äußert sich ein psychisches und/oder Drogenproblem und wie verhalte ich mich und spreche es an?

Noch immer sind Führungskräfte, Kollegen oder sonstige Ersthelfer unsicher wie sie mit solchen Situationen umgehen sollen oder wie sie Personen in seelischer Not unterstützen können, bis diese Zugang zu professioneller Hilfe bekommen.

Die Fortbildung vermittelt die wichtigsten Grundlagen der Psychosozialen Ersthilfe.

In den 3 Tagen werden die psychologischen Grundlagen für die Erstversorgung der Psyche vermittelt. Den Teilnehmenden werden...

  • Einsatzbereiche, Chancen und Grenzen der "Psychosozialen Ersthilfe im Betrieb" aufgezeigt
  • Informationen über Psychische- und Sucht-Erkrankungen vermittelt,
  • konkrete Handlungsstrategien für psychosoziale Ersthilfe im Betrieb bei psychischen Krisen und Suchtproblematik vorgestellt. 

Ziele

  • Sensibilisierung für psychosozialen Unterstützungsbedarf
  • Befähigung zur kurzfristigen Betreuung von Menschen in/nach psychischen Ausnahmesituationen
  • Vermittlung von Struktur und Organisation psychologischer Ersthilfe

Inhalte

  • Grundlagen zu Stress und Traumata
  • Grundlagen psychischer Störungen
  • Grundlagen zu Sucht- und Abhängigkeitsstörungen
  • psychische Reaktionen auf extreme Ereignisse
  • Möglichkeiten des Umgangs, Gesprächstechniken und Kommunikation
  • Konkrete Handlungsansätze der psychologischen Ersthilfe
  • Kontrolle gewinnen und die Selbstwirksamkeit sowie Handlungsfähigkeit von Betroffenen stärken
  • Psychohygiene für Helfer und Betroffene
  • Rechtliche Grundlagen
  • Modelle der Umsetzung im Betrieb

Zielgruppe

  • Interessierte, die als psychologischer Ersthelfer eingesetzt werden sollen/wollen
  • Mitarbeiter oder Führungskräfte, die ein psychologisches Ersthelfersystem im Betrieb etablieren wollen

Im Anschluss an die Fortbildung werden an einem Tag pro Quartal zur Vertiefung vier Supervisionstage angeboten.

Ziele und Inhalte der Supervisionstage können je nach Interesse der Teilnehmenden unterschiedlich gesetzt werden, beispielsweise:

  • Reflektieren der eigenen Tätigkeit mit Hilfe von Fallbesprechungen
  • Training der eigenen Fähigkeiten anhand von Praxissimulationen
  • Selbstschutztechniken
  • Auffrischung und Vertiefung von Kenntnissen über weiterführende Hilfen

Umfang

Dreitägiges Seminar 

  1.  Tag: Freitag,     05.11.2021, 10 h bis 16 h
  2.  Tag: Samstag,  06.11.2021, 10 h bis 16 h
  3.  Tag: Sonntag,   07.11.2021, 10 h bis 16 h

Ort

Bildungszentrum Bergische Diakonie
Hofkamp 108
42103 Wuppertal

Trainer

Brandinspektor/ Notfallseelsorger / PSU Team / seit über 30 Jahren einschlägige Erfahrung in der Psychosozialen-, Sucht- und Abhängigkeitsberatung / Kenntnis der betrieblichen und öffentlichen Versorgungs- und Hilfsstrukturen.

Kosten

490,00 € 
 

Termine

05.11., 06.11. und 07.11.2021 Online anmelden
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