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  • Mo.Ki „inklusiv“

Projekt Mo.Ki „inklusiv“ - Das Kind im Blick

Multiprofessionelles und systemübergreifendes Inklusionskonzept für Kinder und Jugendliche im Schulalter

Die Idee

In Deutschland haben alle Kinder und Jugendlichen das Recht auf eine optimale Förderung ihrer individuellen und sozialen Entwicklung. Sie sollen sich in ihrem Leben und mit anderen zurechtfinden.Das bedeutet, dass in allen wichtigen Lebensbereichen positive Lebensbedingungen erhalten oder geschaffen werden sollen. Eine gute und passende Beschulung ist dafür sehr wichtig. In der Schule sollen sich alle Kinder und Jugendlichen als Teil einer Gemeinschaft, in der sie eine gleichberechtigte Teilhabe haben, erleben.

Manche Kinder und Jugendliche haben Schwierigkeiten und benötigen Hilfe, weil sie besondere Bedürfnisse haben. Sie sollen bestmögliche Unterstützung erhalten, ohne dass sie dadurch besonders auffallen oder Nachteile haben. Um diesem Ziel näherzukommen wurde das Projekt Mo.Ki „inklusiv“ ins Leben gerufen.

Bei Mo.Ki „inklusiv“ steht das Kind im Zentrum. Es soll ganz besonders den Kindern geholfen werden, die mehr Unterstützung benötigen, um in der Schule zurechtzukommen. Die Gründe, warum das so ist, können sehr unterschiedlich sein: Manche können sich nicht gut konzentrieren, bei manchen ist der Kopf voll mit Problemen, andere haben Schwierigkeiten zu lernen und wieder andere fühlen sich in den großen Klassen nicht wohl. Vielleicht liegt es auch daran, dass die Wohnung zu klein ist und keine Ruhe dort zu finden ist. Oder es gibt keine Unterstützung durch die Eltern, weil diese unsere Sprache noch nicht sprechen oder den ganzen Tag arbeiten müssen.

Durch multiprofessionelle Zusammenarbeit sollen alle Kinder und Jugendlichen bestmöglich gefördert werden. Das heißt, dass verschieden Fachkräfte überlegen, was dem Kind oder Jugendlichen nützen kann. Auch die Erziehungsberechtigten, also die Eltern, sollen durch das Projekt unterstützt werden. Sie erhalten Beratung und, wenn es gewünscht wird, weiterführende Hilfen. Die letzte Zielgruppe sind die pädagogischen Fachkräfte, also alle, die in den Schulen mit den Kindern und Jugendlichen zusammenarbeiten.

Der grundlegende Baustein, um diese Ziele zu erreichen, ist die Stärkung und die Weiterentwicklung der multiprofessionellen Zusammenarbeit.

Ziele

  • Insbesondere am Lebensort Schule wird die systemübergreifende multiprofessionelle Zusammenarbeit weiterentwickelt und gestärkt: aufbauend auf bestehenden Förderprogrammen und Maßnahmen werden ganzheitliche konzeptionelle Ansätze entwickelt und die Lehr- und Fachkräfte prozessbegleitend (weiter-)qualifiziert.
  • Alle Kinder und Jugendlichen mit emotionalen und sozialen Verhaltensproblemen erhalten eine umfassende Förderung, die sich an ihren individuellen Bedarfen und ihren Lebenswelten orientiert.
  • Die Familien erhalten Beratung und ggf. weiterführende Hilfen im Alltag und im sozialräumlichen Umfeld.
  • Mit der Vision, perspektivisch möglichst alle Kinder bzw. Jugendlichen inklusiv zu beschulen, werden konzeptionelle Ansätze so weiterentwickelt, dass Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischen Förderbedarfen zunehmend in Schulen des gemeinsamen Lernens unterrichtet werden können. Sie erleben sich somit zunehmend als Teil der allgemeinen Schule unter größtmöglicher Vermeidung einer Stigmatisierung aufgrund ihrer Verhaltensauffälligkeit und/oder Behinderung.

Zielgruppe

Kinder der Schulklassen 1 bis 6. Besonderes Augenmerk liegt auf Kindern mit sozial-emotionalen Auffälligkeiten bzw. in psychosozialen Risikolagen sowie auf den Übergängen dieser Kinder von der Kita in die Grundschule und von dieser zur weiterführenden Schule.

Bausteine

1. Fachstelle für multiprofessionelle Zusammenarbeit
Die Fachstelle hat folgende Aufgaben:

  • Fachaufsicht der antragsfreien Schulbegleitung.
  • Moderation und Koordination der multiprofessionellen Zusammenarbeit.
  • Kooperation mit den Projektpartnern (städtische Koordinationsstelle, Uni Köln)

2. Antragsfreie Schulbegleitung:
Der Zugang erfolgt über die multiprofessionelle Beratung in der Schule. Eine Diagnostik oder ein spezieller Antrag oder ein festgestellter Förderbedarf ist nicht erforderlich. Vielmehr soll der präventive Ansatz dieser Hilfe einer solchen Entwicklung zuvorkommen. Die antragsfreie Schulbegleitung kann zudem rechtskreisübergreifend tätig werden.

Die Unterstützung des Kindes und des Jugendlichen kann beispielsweise erfolgen in einer stundenweisen, täglichen Begleitung, einem Gruppenangebot oder einem wöchentlichen Einzelkontakt. Die Betreuung ist sozialraumorientiert und kann auch in den Schulferien stattfinden. Die häusliche Lebenswelt des Kindes und die Beratung der Eltern ist ein fester Bestandteil dieses Angebots.

3. Weitere wichtige Aspekte
sind die notwendige (Weiter)Qualifizierung aller am Schulstandort tätigen Lehr- und Fachkräfte sowie die wissenschaftlich fundierte Projektbegleitung und Evaluation.

Mo.Ki „inklusiv“ an der Peter Ustinov Gesamtschule

Die Peter-Ustinov-Gesamtschule (PUG) ist die größte Monheimer Gesamtschule mit 1296 Schüler*innen aus mehr als 100 Nationen.

Die PUG versteht sich daher als eine „bunte“ Schule und strebt an, ein sicherer Bildungsort für alle Kinder und Jugendliche zu sein. Mo.Ki „inklusiv“ führt somit die bereits etablierten Angebote der Mo.Ki Präventionskette der Stadt Monheim am Rhein an der PUG fort. (Link Präventionskette der Stadt Monheim am Rhein einfügen)

Seit Beginn des Projektes im August 2020 richtet sich das Projekt zunächst an die Schüler*innen der Jahrgänge 5 und 6 und wird im Rahmen der Projektphase diese Jahrgänge drei Jahre begleiten.

Fachkräfte der Schule können, wenn sie Beratungsbedarf oder personellen Unterstützungsbedarf in Form der antragsfreien Schulbegleitung für ein Kind sehen, diesen bei der Beratungslehrerin der Jahrgangsstufe anmelden. Diese terminiert dann das Multiprofessionelle Einzelfallteam.

Das Kernteam dieser Beratung bildet die Klassenleitung, die Beratungslehrerin, Schulsozialarbeit und die Fachstelle Mo.Ki „inklusiv“. Der Einzelfall entscheidet, ob die Fachkraft des Auszeitraums, die Sonderpädagogin, der Schulpsychologe oder Abteilungsleitung ggf. am Team teilnehmen.

Im Rahmen des Beratungsangebotes werden auch Klassenlehrer*innen hinsichtlich ihrer Klassensysteme und schwierigen Dynamiken beraten.

Die angebotene Unterstützung der Kinder und Jugendlichen (durch die Mitarbeiterinnen von Mo.Ki „inklusiv“) schließt, wenn von den Familien gewünscht, auch Einzel- oder Gruppenaktivitäten in den Ferien mit ein.

Die Ziele der Hilfe werden in Kooperation von Schule, Mo.Ki „inklusiv“ und Elternhaus definiert, festgelegt und in regelmäßigen Abständen im Rahmen des Multiprofessionelle Teams geprüft.

Mo.Ki „inklusiv“ an der Grundschule Lerchenweg

Die Grundschule am Lerchenweg ist eine Schule des gemeinsamen Lernens.

Der Ausbau zu einer vollständigen Ganztagsschule wurde mit dem Schuljahr 2020/21 abgeschlossen und inzwischen werden alle Kinder in 13 Gruppen ganztägig beschult.

Der Leitgedanke der Schule Lerche lautet: „Kinder in unserer Schule lernen das, was sie erleben“.

Die Schule soll als „Erlebnisraum“ wahrgenommen werden, der es Kindern ermöglicht, Gemeinschaft und Lernen als positive Erfahrungen wahrnehmen. Der Anspruch der Schule geht dahin, dass alle Kinder entsprechend ihrer jeweiligen individuellen Voraussetzungen gefördert und gefordert werden sollen.

Um allen Schüler*innen in ihren Bedarfen gerecht zu werden, gibt es ein vielfältiges Unterstützungsangebot unterschiedlicher Professionen im Rahmen der Mo.Ki Präventionskette der Stadt Monheim am Rhein. Ein multiprofessionelles Team (Inklusions-Team, kurz I-Team), dem eine Sozialarbeiterin, Sonderpädagoginnen, Sozialpädagoginnen der Eingangsstufe und die OGS Leitungen angehören, stellt dem Kind zusätzliche Lern- und Förderangebote zur Verfügung und berät Lehrkräfte und Eltern in vielfältigen Belangen.

Seit Beginn des Projektes Mo.Ki „inklusiv“ im August 2020 ist auch die Fachstelle Mo.Ki „inklusiv“ Teil des I-Teams.

Mo.Ki „inklusiv“ wendet sich insbesondere an Kinder mit einem hohen Förderbedarf im emotional– sozialen Bereich und/oder an Kinder, die sich in psychosozialen Risikolagen befinden. Um diesen Kindern und ihren Familien ein besonderes Angebot im Sinne der Jugendhilfe machen zu können, das präventiv, individuell und ganzheitlich ist, müssen die Eltern keinen besonderen Antrag stellen. Die Hilfe wird gewährt nach einer Prüfung im multiprofessionellen Team gemeinsam mit dem Klassenteam und der Auftragsklärung mit den Eltern.

Im Rahmen eines Förderplanes, an dem Eltern und Kind, Lehrkraft und OGS, Fachkräfte von Mo.Ki „inklusiv“ und Fachkräfte aus dem I-Team mit spezifischen Förderangeboten mitwirken, werden Ziele und Aufträge formuliert und dokumentiert, Zuständigkeiten festgelegt, mit anderen schulischen Angeboten koordiniert umgesetzt und in Abständen gemeinsam überprüft. Die Familie ist an dieser Hilfe unmittelbar beteiligt, z.B. durch das Angebot eines Elternmentoring und auch das außerschulische soziale Umfeld wird eingebunden.

Diesen Prozess der Förderplanung moderiert, koordiniert und evaluiert die Fachstelle Mo.Ki „inklusiv“.

Evaluation

  • Das Projekt wird im Rahmen einer unabhängigen Evaluation wissenschaftlich begleitet. 
  • Effekte des Projektes werden auf Ebene der Kinder und Jugendlichen, auf Ebene der Eltern sowie auf Ebene der Lehr- und Fachkräfte erfasst.
  • Die Ergebnisse werden den jeweiligen Schulen prozessbegleitend zur Verbesserung der Förderung zur Verfügung gestellt. 

Erklärfilm

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